Modernisierung von 90 Mietwohnungen in der Heilstättenstraße 135/137

Im letzten Jahr haben wir uns das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 gesetzt. Mit der Modernisierung in der Heilstättenstraße 135/137 rücken wir diesem Ziel ein großes Stück näher. Das Anwesen aus dem Jahr 1974 entspricht mit seinen 90 Wohneinheiten 5 % des Gesamtbestandes der WBG Fürth. Es umfasst 12 bzw. 13 Geschosse und 90 Mietwohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von fast 7.000 m².Im Vordergrund der Modernisierung steht die energetische Optimierung. Die Fassade ist teilweise mit Betonplatten eingefasst und in einigen Bereichen mit einem dünnen Wärmedämmverbundsystem bekleidet. Diese Dämmung entspricht nicht mehr vollständig den heutigen Vorschriften. Die Dämmung hinter den Betonplatten hat sich

stellenweise zersetzt. Es besteht keine akute Gefahr, jedoch sollte der Brandschutz mittelfristig ertüchtigt werden. Alle Gebäudeteile befinden sich im ursprünglich von der Bauaufsicht abgenommenen Zustand. Wir haben uns daher entschieden, mit der energetischen und brandschutztechnischen Ertüchtigung nicht weiter abzuwarten. Seit März werden die Fassadenplatten heruntergebrochen. Die weiteren Arbeiten finden zwischen Mai bis September 2021 statt.

 

Energetische Sanierung

Im dem Zuge wird auch eine energetische Sanierung durchgeführt.
Das Gebäude erhält eine neue Fassaden-, Keller- und Dachdämmung und alle älteren Fenster werden ausgetauscht. Die Gaszentralheizung wird durch eine Holzpelletheizung ersetzt, eine PV-Anlage als Mieterstrommodell wird auf dem Dach installiert. Durch Dämmung und PV-Anlage kann ein KfW-70-Standard erreicht werden.

Die wirtschaftliche Umsetzung

Bei dem Objekt handelt es sich um geförderten Mietwohnraum. Wir haben die Umlage der Modernisierungskosten freiwillig auf max. 1,50 €/m² gekappt und achten darauf, dass sich die Miete max. auf die Mietobergrenze erhöht. Die Durchschnittsmiete lag vor der Modernisierung bei ca. 4,03 €/m², danach bei ca. 5,50 €/m². Durch die Modernisierung können dafür Energiekosten eingespart werden. Die Gesamtinvestition von ca. 4,8 Mio. € wurde vor allem durch KfW-Förderungen möglich.

Modernisierung im bewohnten Zustand

Damit die Mieter:innen nicht über Monate durch Lärm belastet werden, wird der Abbruch der Fassadenplatten strangweise durchgeführt. Wir stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung und bieten bei Problemen Hilfe durch einen Sozialpädagogen oder auch Ausweichquartiere an.